Die EuroLeague-Saison 2026/27 bringt wichtige Änderungen bei der Regelauslegung mit sich, insbesondere bei Wurfaktionen, Körperkontakt und der Ahndung von Fouls. Euroleague Basketball bestätigte die überarbeiteten Richtlinien am 15. September 2026. Sie legen genauer fest, wann ein Wurffoul vorliegt, wie gewöhnlicher Körperkontakt zu bewerten ist und welche unterschiedlichen Kategorien schwerwiegender Fouls gelten. Zudem betreffen die Änderungen technische Fouls, den Ausschluss von Spielern und den Schutz von Werfern. Die neuen Bestimmungen gelten für die EuroLeague, den BKT EuroCup und den Euroleague Basketball SuperCup. Sie beeinflussen, wie Schiedsrichter umstrittene Spielsituationen beurteilen und wie Mannschaften ihr Verteidigungsverhalten anpassen müssen. Gerade in engen Partien, in denen wenige Sekunden über Sieg oder Niederlage entscheiden können, ist es wichtig, die Unterschiede zwischen den einzelnen Regelverstößen zu verstehen.
Neue Wurfregeln und die Bewertung von Körperkontakt
Eine der wichtigsten Änderungen für die Saison 2026/27 betrifft den genauen Zeitpunkt, an dem ein Spieler seine Wurfbewegung beginnt. Nach der aktualisierten Regelauslegung beginnt ein Sprungwurf oder ein anderer Wurf aus der Bewegung, sobald der angreifende Spieler sowohl seine Schultern als auch den Ball in Richtung Korb nach oben bewegt. Außerdem muss sich der Spieler für diese Auslegung bereits im Vorfeld befinden. Zuvor entstanden häufig Diskussionen darüber, ob ein Angreifer tatsächlich schon mit dem Wurf begonnen hatte oder sich lediglich darauf vorbereitete. Die überarbeitete Definition gibt den Schiedsrichtern deutlichere Anhaltspunkte für ihre Entscheidungen. Allein das Halten des Balls, das Beugen der Knie oder die Vorbereitung auf einen Sprung bedeuten nicht zwangsläufig, dass die Wurfbewegung bereits begonnen hat.
Diese Unterscheidung wirkt sich unmittelbar auf die Vergabe von Freiwürfen aus. Ein Beispiel: Ein Spieler erhält den Ball hinter der Dreipunktelinie, während ein Verteidiger versucht, seine nächste Bewegung zu stören. Erfolgt ein regelwidriger Kontakt, bevor sich Schultern und Ball nach oben bewegen, wird die Situation normalerweise als Foul außerhalb einer Wurfaktion gewertet. Findet derselbe Kontakt während eines tatsächlichen Dreipunktewurfs statt, kann der angreifende Spieler bei einem Fehlwurf drei Freiwürfe erhalten. Trifft er trotz des Fouls, wird ein zusätzlicher Freiwurf zugesprochen. Der genaue Zeitpunkt des Kontakts ist deshalb entscheidend, insbesondere wenn ein Angreifer unmittelbar nach der Ballannahme in die Wurfbewegung übergeht.
Bei Korbattacken gelten verwandte, aber eigenständige Kriterien. Bei einem Korbleger oder einer anderen zusammenhängenden Wurfbewegung beginnt die Wurfaktion in der Regel, nachdem der Spieler den Ball zwischen der Dreipunktelinie und dem Korb aufgenommen hat und die Bewegung ohne Unterbrechung bis zum Wurf fortsetzt. Ein Spieler, der noch dribbelt, die Richtung wechselt oder sich auf die Ballaufnahme vorbereitet, befindet sich nicht automatisch in einer Wurfaktion. Diese Unterscheidung ist besonders für schnelle Aufbauspieler relevant, die zum Korb ziehen und während ihrer letzten Schritte häufig mit Verteidigern in Kontakt kommen. Die Schiedsrichter müssen beurteilen, ob der Angreifer bereits eine zusammenhängende Wurfbewegung ausführte oder sich noch auf dem Weg in eine mögliche Abschlussposition befand.
Rip-Through-Bewegungen, Kontakt nach dem Wurf und Sicherheit bei der Landung
Die neue Regelauslegung betrifft auch die sogenannte Rip-Through-Bewegung, mit der vor allem Außenspieler versuchen, einen Körperkontakt und damit ein Foul zu provozieren. Dabei führt der Angreifer den Ball seitlich am ausgestreckten Arm des Verteidigers vorbei und erzeugt unter Umständen einen Kontakt, bevor er den Ball zum Wurf anhebt. Nach den Richtlinien für 2026/27 wird ein Kontakt während dieser seitlichen Bewegung als Foul außerhalb einer Wurfaktion eingestuft. Eine anschließende Bewegung zum Korb verändert die ursprüngliche Bewertung nicht. Dadurch kann ein Angreifer nicht allein durch eine seitliche Bewegung automatisch Freiwürfe für ein Wurffoul erhalten. Allerdings kann der Verteidiger weiterhin wegen eines regelwidrigen Kontakts bestraft werden. Hat seine Mannschaft die entsprechende Teamfoulgrenze bereits erreicht, können auch aus einem solchen Foul Freiwürfe resultieren.
Ein weiterer präzisierter Bereich ist der Kontakt mit der Wurfhand nach der Ballabgabe. Ein leichter Kontakt mit der Hand während der abschließenden Wurfbewegung kann regelkonform sein, sofern er eindeutig nach dem Loslassen des Balls erfolgt und sich auf den zulässigen Bereich beschränkt. Kontakt mit dem Handgelenk, dem Arm, dem Körper oder der Handkante wird nach den aktualisierten Vorgaben weiterhin als Foul bewertet. Schiedsrichter müssen deshalb sowohl den Zeitpunkt als auch die genaue Stelle des Kontakts berücksichtigen. Für Verteidiger bedeutet das, dass sie ihre Bewegung beim Blockversuch bis zum Ende kontrollieren müssen. Eine Berührung nach der Ballabgabe ist nicht automatisch erlaubt, insbesondere wenn der Verteidiger das Handgelenk trifft oder die natürliche Abschlussbewegung des Werfers beeinträchtigt.
Auch die Sicherheit der Spieler wird durch eine strengere Bewertung gefährlicher Verteidigungsaktionen beim Wurf verbessert. Bewegt sich ein Verteidiger in den Landebereich eines Werfers und landet dessen Fuß auf dem Fuß des Verteidigers, wird die Situation nun als Flagrant Foul eingestuft. Damit ersetzt diese Klassifizierung bei einem solchen Vorfall die bisherige Bewertung als unsportliches Foul. Die Regel soll insbesondere das Risiko von Verletzungen am Sprunggelenk und am Unterschenkel verringern, wenn ein Spieler nach einem Sprung nicht sicher landen kann. Verteidiger müssen deshalb vermeiden, ihre Füße unter den Werfer zu stellen oder den Raum für eine normale Landung einzunehmen. Die Schwere des Vergehens zeigt sich auch in den disziplinarischen Folgen, da Flagrant Fouls bei der Disqualifikation berücksichtigt werden. Die Absicht, einen Wurf zu verteidigen, rechtfertigt keine Positionierung, die eine gefährliche Landung verursacht.
Disruptive Fouls und Flagrant Fouls: Ein neues Klassifizierungssystem
Die Ablösung des bisherigen unsportlichen Fouls gehört zu den bedeutendsten Regeländerungen der EuroLeague-Saison 2026/27. Der Wettbewerb unterscheidet nun zwischen Disruptive Fouls und Flagrant Fouls. Dadurch entstehen zwei eigenständige Kategorien für Situationen, die zuvor unter einer umfassenderen Foulart zusammengefasst wurden. Beide Kategorien ziehen unmittelbar dieselben Strafen nach sich, die bisher für ein unsportliches Foul vorgesehen waren, einschließlich der jeweils geltenden Freiwürfe und des anschließenden Ballbesitzes. Die Auswirkungen auf eine mögliche Disqualifikation unterscheiden sich jedoch erheblich. Ein Disruptive Foul zählt nicht zu den besonderen Foulkombinationen, die zum Spielausschluss führen, während ein Flagrant Foul dabei berücksichtigt wird. Mit dieser Unterscheidung können Schiedsrichter Kontakte, die den normalen Spielablauf gezielt unterbrechen, von rücksichtslosen, gewaltsamen, gefährlichen oder nicht basketballtypischen Aktionen abgrenzen.
Ein Disruptive Foul liegt vor, wenn ein regelwidriger Kontakt den normalen Spielfluss unterbricht und den Gegenspieler benachteiligt, ohne die Voraussetzungen für ein Flagrant Foul zu erfüllen. Ein typisches Beispiel ist ein Schnellangriff, bei dem ein Verteidiger den angreifenden Spieler absichtlich foult, um eine aussichtsreiche Wurfgelegenheit zu verhindern. Ähnlich verhält es sich bei einem bewussten Foul, mit dem eine Mannschaft kurz vor dem Ende eines Viertels die Spieluhr anhalten möchte. Solche Aktionen können taktisch motiviert sein, ohne zwangsläufig gewaltsam auszufallen. Dennoch beeinträchtigen sie die Angriffsmöglichkeiten der gegnerischen Mannschaft auf unfaire Weise. Die neue Klassifizierung berücksichtigt diesen Unterschied. Mannschaften können nicht davon ausgehen, dass eine absichtliche Unterbrechung eines Schnellangriffs als gewöhnliches persönliches Foul behandelt wird, nur weil der körperliche Kontakt vergleichsweise gering ausfällt.
Flagrant Fouls betreffen schwerwiegendere Aktionen, darunter Kontakte, die nicht zu einer legitimen Basketballaktion gehören oder rücksichtslos, gewaltsam beziehungsweise gefährlich ausgeführt werden. Beispiele sind ein riskantes Eingreifen gegen einen Spieler in der Luft, übermäßiger Körperkontakt oder eine Bewegung, die ein unangemessen hohes Verletzungsrisiko verursacht. Die Schiedsrichter bewerten die Art der Bewegung, die tatsächliche Möglichkeit des Spielers, eine reguläre Basketballaktion auszuführen, sowie die Gefahr für den Gegenspieler. Ein körperlich intensiver Zweikampf wird nicht automatisch als Flagrant Foul eingestuft, nur weil der Angreifer anschließend heftig zu Boden fällt. Umgekehrt muss eine gefährliche Aktion nicht erst zu einer Verletzung führen, um diese Bewertung zu rechtfertigen. Das aktualisierte System legt somit besonderen Wert auf die Handlung selbst und weniger auf die Reaktionen der beteiligten Spieler oder Zuschauer.
Technische Fouls, Disqualifikationen und Disziplin auf dem Spielfeld
Technische Fouls werden ebenfalls in zwei Kategorien unterteilt. Kategorie 1 umfasst unangemessenes Verhalten wie respektlose Äußerungen, Provokationen gegenüber Gegenspielern, das absichtliche Behindern der Sicht eines anderen Spielers und das Vortäuschen eines Fouls. Diese Vergehen werden bei der Disqualifikation berücksichtigt. Kategorie 2 betrifft unter anderem Spielverzögerungen, das Hängen am Korbring nach einem Dunking und regelwidriges Eingreifen eines Verteidigers bei einem letzten Freiwurf. Technische Fouls der Kategorie 2 zählen nach dem neuen System nicht für die Disqualifikation. Schiedsrichter müssen daher genau bestimmen, welcher Art das Vergehen ist, statt sämtliche technischen Fouls gleich zu behandeln. Für Spieler, die wiederholt in Diskussionen verwickelt sind, gewinnt die Kontrolle über das eigene Verhalten dadurch zusätzlich an Bedeutung.
Die Disqualifikationsregeln legen konkrete Kombinationen schwerwiegender Vergehen fest. Ein Spieler wird ausgeschlossen, wenn er zwei technische Fouls der Kategorie 1, zwei Flagrant Fouls oder eine Kombination aus einem technischen Foul der Kategorie 1 und einem Flagrant Foul erhält. Disruptive Fouls werden bei diesen besonderen Kombinationen nicht berücksichtigt, auch wenn ihre unmittelbaren Spielstrafen weiterhin gelten. Für Cheftrainer gelten gesonderte Grenzen: Zwei persönliche technische Fouls der Kategorie 1 führen ebenso zur Disqualifikation wie drei technische Fouls der Kategorie 1 im Zusammenhang mit dem Verhalten der Mannschaftsbank, sofern die vorgesehenen Kombinationen erfüllt sind. Gerade in engen Spielen können diese Regeln erhebliche Folgen haben. Wiederholte Beschwerden oder unnötige Auseinandersetzungen können dazu führen, dass ein wichtiger Spieler oder Trainer die Begegnung vorzeitig verlassen muss.
Die EuroLeague-Schiedsrichter verfolgen außerdem weiterhin einen strengen Ansatz gegenüber Schwalben und unangemessenem Verhalten. Sie müssen keine vorherige Verwarnung aussprechen, bevor sie unsportliches Benehmen oder den Versuch, durch übertriebene Reaktionen eine Fehlentscheidung zu provozieren, bestrafen. Ein Spieler, der ohne ausreichenden Kontakt zu Boden geht oder bewusst den Eindruck eines Fouls erweckt, kann deshalb unmittelbar ein technisches Foul der Kategorie 1 erhalten. Auch Trainer müssen das Verhalten ihrer Mannschaftsbank kontrollieren, insbesondere während schneller Gegenangriffe. Verlässt ein Cheftrainer oder ein anderes eingetragenes Teammitglied den Bankbereich, betritt das Spielfeld und behindert einen Schnellangriff des Gegners, wird der Cheftrainer automatisch disqualifiziert. Diese Bestimmungen verdeutlichen, dass Spieler und Trainer den Spielablauf nicht durch unnötige Eingriffe beeinträchtigen dürfen.

Wie die Regeländerungen EuroLeague-Spiele 2026/27 beeinflussen
Die aktualisierten Kriterien für Wurfaktionen verlangen von angreifenden Spielern, genauer darauf zu achten, wie sie einen Körperkontakt herbeiführen. Aufbauspieler, die sich bisher auf seitliche Rip-Through-Bewegungen verließen, um Wurffouls zu provozieren, müssen berücksichtigen, dass solche Kontakte inzwischen anders bewertet werden. Spieler, die zum Korb ziehen, müssen eine tatsächliche, zusammenhängende Wurfbewegung ausführen, damit ein Kontakt als Teil der Wurfaktion gelten kann. Diese Auslegungen können offensive Entscheidungen beeinflussen, insbesondere bei Eins-gegen-eins-Situationen und Angriffen kurz vor Ablauf der Wurfuhr. Sie bedeuten jedoch nicht automatisch, dass es in der EuroLeague künftig weniger Fouls oder Freiwürfe geben wird. Die tatsächlichen statistischen Auswirkungen hängen vom Verhalten der Spieler, den Anpassungen in der Verteidigung und der einheitlichen Anwendung der Richtlinien durch die Schiedsrichter ab.
Auch defensiv müssen die Mannschaften einige praktische Anpassungen vornehmen. Beim schnellen Herausrücken gegen Distanzschützen ist eine bessere Bewegungskontrolle erforderlich, da das Eindringen in den Landebereich eines Werfers ein Flagrant Foul nach sich ziehen kann. Verteidiger müssen bei Sprungwürfen außerdem regelwidrige Kontakte mit dem Handgelenk, dem Arm oder dem Körper vermeiden, selbst wenn der Ball bereits abgegeben wurde. Gleichzeitig hilft die neue Bewertung seitlicher Rip-Through-Bewegungen dabei, die Folgen bestimmter Verteidigungsaktionen besser einzuschätzen. Trainer können entsprechende Spielsituationen gezielt in ihre Trainingseinheiten einbauen, beispielsweise durch kontrollierte Wurfverteidigung, Übungen gegen Schnellangriffe und simulierte Schlussphasen enger Begegnungen. Eine erfolgreiche Vorbereitung bedeutet nicht, die defensive Intensität grundsätzlich zu verringern, sondern die Grenzen zwischen erlaubtem Körperkontakt und einem regelwidrigen Eingreifen genau zu kennen.
Die weiterhin geltende Auslegung des defensiven Halbkreises unter dem Korb bleibt ein weiterer wichtiger Faktor bei umstrittenen Entscheidungen. Ein zweiter Verteidiger, der sich innerhalb des Sperrhalbkreises befindet und zur Verteidigung nicht senkrecht nach oben springt, kann wegen eines Blockierfouls bestraft werden, wenn ein angreifender Spieler von außerhalb dieses Bereichs zum Korb springt. Dabei gelten wichtige Ausnahmen. Dazu gehören Situationen, in denen der Angreifer im Moment des Kontakts nicht in der Luft war, den Ball bereits innerhalb des Halbkreises erhalten hat oder mit Fuß, Knie beziehungsweise Ellbogen vorangegangen ist. Diese Unterschiede zeigen, dass sich eine Kollision unter dem Korb nicht allein danach beurteilen lässt, welcher Spieler zuerst eine bestimmte Position eingenommen hat. Die Schiedsrichter müssen die Stellung des Verteidigers, die Bewegung des Angreifers und den gesamten Ablauf unmittelbar vor dem Kontakt berücksichtigen.
Videobeweis, Trainer-Challenges und Entscheidungen unter Druck
Die Videoüberprüfung spielt auch in der EuroLeague-Saison 2026/27 eine wichtige Rolle bei Schiedsrichterentscheidungen. Nach den bestehenden Wettbewerbsregeln stehen jedem Cheftrainer zwei Challenges pro Spiel zur Verfügung. Allerdings verfällt eine davon, wenn sie nicht innerhalb der ersten 38 Spielminuten genutzt wurde. Trainer können eine Überprüfung für Situationen beantragen, die zu den zulässigen Kategorien des Instant Replay System gehören, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Das System unterstützt die Schiedsrichter bei der Beurteilung bestimmter Vorfälle, die sich auf den Ballbesitz, die Klassifizierung eines Fouls oder andere überprüfbare Entscheidungen auswirken können. Die Verfügbarkeit von Videobildern bedeutet jedoch nicht, dass Trainer jede umstrittene Entscheidung anfechten dürfen. Welche Situationen erneut betrachtet werden können, ist durch die geltenden Überprüfungsregeln genau festgelegt.
Eine wichtige Ausnahme betrifft die Identifizierung des Spielers, dem ein Foul zugeschrieben wurde. Die Schiedsrichter dürfen Videobilder eigenständig prüfen, wenn sie vermuten, dass ein Foul dem falschen Spieler zugeordnet wurde. Trainer können diese spezielle Überprüfung jedoch nicht selbst beantragen. Diese Unterscheidung ist besonders wichtig, wenn ein Spieler kurz vor dem Erreichen seiner persönlichen Foulgrenze steht oder eine falsche Zuordnung seine weitere Teilnahme am Spiel beeinflussen könnte. Bei anderen zulässigen Überprüfungen müssen die Schiedsrichter möglicherweise die Reihenfolge der Kontakte, die Positionen der Spieler oder den genauen Zeitpunkt eines Vorfalls untersuchen. Ziel ist es, Entscheidungen innerhalb der festgelegten Regeln zu korrigieren und gleichzeitig den normalen Spielablauf zu erhalten. Durch die neuen Foulkategorien gewinnt die korrekte Erfassung von Vergehen zusätzlich an Bedeutung, da verschiedene technische Fouls und Kontaktvergehen unterschiedliche Auswirkungen auf eine mögliche Disqualifikation haben.
Für Zuschauer bieten die Änderungen der Saison 2026/27 eine bessere Grundlage, um umstrittene Schiedsrichterentscheidungen nachzuvollziehen. Ein Foul vor Beginn der festgelegten Wurfbewegung muss nicht zu Freiwürfen für ein Wurffoul führen, während derselbe Kontakt während eines tatsächlichen Wurfversuchs anders bestraft werden kann. Die absichtliche Unterbrechung eines Schnellangriffs kann als Disruptive Foul gelten, während gefährlicher Kontakt mit einem Spieler in der Luft als Flagrant Foul bewertet werden kann. Auch technische Fouls müssen entsprechend ihrer Kategorie und ihrer disziplinarischen Folgen betrachtet werden. Diese Unterscheidungen beseitigen weder Ermessensentscheidungen noch sämtliche Diskussionen, geben den Schiedsrichtern aber genauere Kriterien für die Bewertung einzelner Vorfälle. Die entscheidende Herausforderung während der gesamten Saison bleibt eine einheitliche Anwendung: Spieler schützen, legitimen körperlichen Basketball zulassen und vergleichbare Situationen unabhängig von den beteiligten Mannschaften oder der Bedeutung einer Begegnung nach denselben Maßstäben beurteilen.